Zwischen 1883 und 1927 entsteht im Hamburger Hafen der weltgrößte Lagerhauskomplex der Welt. Heute ist die Speicherstadt eine der großen Touristenattraktionen der Hansestadt.
Feierliche Einweihung in Hamburg: Am 29.Oktober 1888 eröffnet Kaiser Wilhelm II. an der Brooksbrücke die Speicherstadt. Dort dürfen die Kaufleute ihre Waren zollfrei lagern – auch nach dem Beitritt der Hansestadt zum deutschen Zollgebiet.
Dem Bau der Speicherstadt geht eine gigantische Abrissaktion voraus: Rund 1.000 Häuser müssen weichen. Etwa 20.000 Menschen, die in den eng bebauten Vierteln Kehrwieder und Wandrahm leben, sind gezwungen, in andere Stadtviertel umzuziehen.
In nur knapp fünf Jahren entstehen auf dem Areal Lagerhäuser, Straßen und neue Fleete. Die Gebäude ruhen auf Eichenpfählen, die bis zu zwölf Meter tief in den weichen Elbschlick gerammt werden.
Seit Juli 2015 zählt die Speicherstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Doch schom vorher gehörte der einmalige Lagerhauskomplex für viele Hamburg-Touristen zum Pflichtprogramm. Ein besonderes Erlebnis ist eine Barkassentour durch die Fleete der Speicherstadt.
© HafenNews Hamburg