Die Anbindung der Hamburger HafenCity an das Schnellbahnnetz ist eines der größten städtebaulichen Infrastrukturprojekte des 21. Jahrhunderts. Der Bau der neuen U-Bahn-Linie U4 erforderte aufwendige Tunnelbohrungen unter der Innenstadt und schuf mit der Haltestelle U-Bahnhof HafenCity Universität ein architektonisches Highlight.
Ein kurzer Rückblick auf die Planung und Umsetzung zeigt die wichtigsten Meilensteine:
• Beschluss (2003): Im Sommer 2003 beschloss der Senat, das neue Stadtviertel über das bestehende U-Bahn-Netz anzubinden. Nach der Untersuchung von 34 Linienvarianten fiel die Entscheidung, die U4 als neue Linie aus der U2 am Jungfernstieg auszufädeln.
• Baustart (2007/2008): Der eigentliche Bau der neuen Strecke begann 2007, nachdem der Grundstein gelegt wurde. Der Streckenverlauf erforderte eine unterirdische Unterquerung des Speicherns und Teilen des Hafens in bis zu 42 Metern Tiefe.
• Inbetriebnahme (2012): Ende 2012 wurde die U4 feierlich eröffnet. Die ersten beiden Haltestellen waren das Überseequartier und die Endstation HafenCity.
• Erweiterung zu den Elbbrücken (2018): Um das östliche Entwicklungsgebiet anzubinden, wurde die U4 um 1,3 Kilometer verlängert. Der neue Haltepunkt Elbbrücken ging 2018 in Betrieb und schuf einen wichtigen Umsteigepunkt zur S-Bahn.
Die Haltestelle HafenCity Universität
Der architektonische Höhepunkt der Strecke ist die Station HafenCity Universität, die von den Architekten MAH_MLZ Architekt und raumlaborberlin entworfen wurde. Sie ist dem industriellen und maritimen Erbe des Hamburger Hafens nachempfunden. Zwölf an der Decke hängende, 20 Fuß große Übersee-Lichtcontainer tauchen den Bahnsteig in stetig wechselnde Farben. Diese beeindruckende Licht- und Musikshow findet an Wochenenden und Feiertagen statt.
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