Willkommen in Deutschlands größtem schwimmenden Museum!
Die ganze Welt der Seefahrt und des Schiffbaus wird an Bord dieses Traditionsschiffes erlebbar.
An Bord des DDR-Hochseefrachters „Dresden“ lässt sich die Geschichte der Seefahrt hautnah erleben. Das Schiff, das im IGA-Park an der Warnow liegt, beherbergt Rostocks Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum.

Die Ausstellung dokumentiert die regionale Entwicklung der Seefahrt in der Ostsee von den Anfängen über die Hansezeit und das 19. Jahrhundert bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Präsentiert wird die Ausstellung in den Laderäumen des 157 Meter langen Hochseefrachters „Dresden“, der 1957 in Warnemünde gebaut wurde.
Rundgang auf Kommandobrücke und durch Maschinenraum.

Bis 1969 war die „Dresden“ auf den Weltmeeren unterwegs, nach ihrer Ausmusterung eröffnete an Bord das Schiffbaumuseum. Der historische Maschinenraum, das schiffseigene Hospital, die Kapitänskammer und die Kommandobrücke vermitteln dabei einen Eindruck davon, wie das Leben an Bord aussah.
Die Ausstellung selbst erstreckt sich über die Decks 3 und 4 des Schiffs. Die Exponate werden jeweils durch erklärende Tafeln und interaktive Medien- und Mitmachstationen ergänzt. So können Besucherinnen und Besucher eine Kogge mit der Pinne in der Hand in den Warnemünder Hafen steuern oder mittels Augmented Reality zur Gallionsfigur eines Schiffs werden.

Das Traditionsschiff
Das Schiff, welches heute das Schifffahrtsmuseum Rostock beherbergt, hat eine spannende Geschichte hinter sich: Erbaut wurde der 10.000-Tonnen-Frachter als fünftes Schiff einer Serie von 15 Schiffen in Rostock-Warnemünde auf der Warnowwerft. Am 4. August 1956 erfolgte mit der Kiellegung der Baubeginn, am 18. April 1957 der Stapellauf mit dem Namen DRESDEN, dem die Ausrüstung des Schiffes folgte.
Am 27.Juli 1958 wurde es an die Deutsche Seereederei Rostock übergeben und als Stückgutschiff zu Fahrten nach Afrika, Ostasien und Indien, Lateinamerika und Indonesien eingesetzt. Dabei legte das Frachtschiff eine Strecke zurück, die in etwa der 32-fachen Umrundung der Erde entspricht. Am 15. Dezember 1969 wurde die DRESDEN aufgrund einer defekten Maschinenanlage außer Dienst gestellt, da die Reparaturkosten zu hoch gewesen wären. Es folgte der Umbau zum Kulturschiff. Am 13. Juni 1970 wurde an Bord des nunmehr umbenannten Traditionsschiffes Typ FRIEDEN am Warnowufer Schmarl das Schiffbaumuseum der DDR eröffnet. Der Name steht zum einen für die Erinnerung an Traditionen der Seeverkehrswirtschaft der DDR, zum anderen erinnert er an die MS FRIEDEN, das erste Schiff dieser Serie.
Seit 2003 ist das Museumsschiff mit dem Schifffahrtsmuseum Bestandteil des IGA Park in Rostock- Schmarl. Beim Rundgang an Bord können Besucher die verschiedenen Schiffsbetriebsräume,Schiffe, Geräte und Seezeichen besichtigen.
Rund um den Frachter liegen weitere Schiffe, technische Geräte und Seezeichen im Freigelände des Museums. Dazu gehören der Schwimmkran „Langer Heinrich“ das Hebeschiff „1. Mai“ und der Dampfschlepper „Saturn“. Eine Besonderheit ist das Betonschiff „Capella“, eines der letzten noch schwimmfähigen Betonschiffe dieser Größenordnung in Deutschland. Es wurde 1943/44 in Swinemünde gebaut, als aufgrund des Krieges Stahl als Baumaterial Mangelware war.
Mit seiner Sammlung von Schiffen des 20. Jahrhunderts gehört das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock zur Europäischen Route der Industriekultur .
Schifffahrtsmuseum Rostock
Schmarl-Dorf 40 (IGA-Park)
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