Der Elbtower-Rohbau soll nach einer langen Baustopp- und Insolvenzphase fertiggestellt werden. Die Stadt Hamburg kauft knapp die Hälfte des Gebäudes für rund 595 Millionen Euro, um dort das Naturkundemuseum unterzubringen. Zudem wurde der Bauplan genehmigt, den Turm von ursprünglich 245 Metern auf 199 Meter zu stutzen.
Baustopp und Insolvenz: Die Bauarbeiten am Rohbau (der aktuell bei etwa 100 Metern Höhe steht) ruhen seit Oktober 2023, nachdem der ursprüngliche Investor, die Signa-Gruppe um René Benko, insolvent wurde.
Pläne der Stadt Hamburg: Um das Projekt zu retten, hat die Hansestadt beschlossen, fast die Hälfte des Turms zu erwerben. Der dafür veranschlagte Festpreis von 595 Millionen Euro soll auch sämtliche Kosten für Ausbau und Technik decken.
Schrumpfkur und Nutzung: Das Gebäude wird um 12 Stockwerke auf 199 Meter gekürzt. Der Großteil der Fläche ist für das neue Naturkundemuseum vorgesehen. Der Rest des Turms (darunter Flächen für Büros und ein Fünf-Sterne-Luxushotel) wird von privaten Investoren und Konsortien übernommen.
Technische Herausforderungen: Durch das Gewicht des Turms kam es an den umliegenden, stark befahrenen Bahnanlagen zu Bodenabsenkungen. Laut Gutachtern und behördlichen Zwischenständen sollen die erhobenen Werte für die Bahnsicherheit jedoch im erwartbaren und unkritischen Rahmen liegen.
Finanzierung und Weiterbau: Nach Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter treibt aktuell ein Konsortium um den Immobilienentwickler Dieter Becken den Kauf und die Weiterbaupläne voran. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für spätestens 2029 avisiert.
Zu den
Investoren zählen der Milliardär
Klaus-Michael Kühne, die Signal
Iduna Versicherung, das Bauunter-
nehmen Adolf Lupp sowie der
Gründer der Drogeriekette Ross-
mann, Dirk Roßmann.
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