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Der rot-grüne Senat lehnt die Idee für einen provisorischen Ersatz der maroden Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen ab. Stattdessen wolle man sich auf den Bau der bereits geplanten neuen höheren Brücke konzentrieren, so Verkehrssenator Anjes Tjarks und Finanzsenator Andreas Dressel.
Für die marode Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen fordert die CDU, den Bau einer provisorischen Ersatzbrücke zu prüfen.
Hamburg dürfe bei seiner wichtigsten Hafenverbindung nicht länger auf das Prinzip Hoffnung setzen, so die CDU-Fraktion in einem Antrag für die kommende Bürgerschaftssitzung. Eine Vollsperrung wäre für den Hafen und den Wirtschaftsstandort ein Desaster.
Rückgrat des Hamburger Hafens.
Die Köhlbrandbrücke erfüllt zwei zentrale Aufgaben: Sie sortiert und organisiert den Straßenverkehr im Hafen und ermöglicht gleichzeitig Schiffen auf der Elbe die Passage zu wichtigen Umschlagsarealen im südlichen Hafen. Damit ist sie ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Land- und Wasserwegen.
Die Köhlbrandbrücke ist das wichtigste Element auf der Haupthafenroute. Als Teil der Bundesstraße B3 verbindet sie die östlichen und westlichen Hafenbereiche direkt miteinander. Sie sorgt dafür, dass Betriebe, Umschlagsanlagen und Logistikstandorte im Hafen effizient miteinander vernetzt sind – ohne lange Umwege und ohne zusätzliche Belastung der angrenzenden Stadtteile. Darüber hinaus ermöglicht sie eine komplexe und zugleich zuverlässige Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die innerhalb und im Umfeld des Hafens angesiedelt sind.
Seit über 50 Jahren verbindet die Köhlbrandbrücke den Hamburger Hafen mit der Stadt. Was sie trägt, ist enorm: 31.000 Fahrzeuge pro Werktag, darunter über 10.000 Lkw. Besonders der Schwerlastverkehr wirkt sich überproportional auf die Substanz der Brücke aus.
Die Konstruktion aus den 1970er Jahren war auf diese Dauerbelastung nicht ausgelegt. Das Thema Materialermüdung – also die schleichende Schwächung durch ständige Belastung – fand damals wenig Beachtung. Heute wissen wir: Diese Faktoren sind entscheidend für die Lebensdauer eines Bauwerks. Materialermüdung und strukturelle Schäden sind nicht zu beheben und lassen auf Dauer keine technisch und wirtschaftlich sinnvolle und damit auch vertretbare Instandhaltung zu.
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