Dunkle Rauchwolken über der Elbe, unangenehme Gerüche und Sorgen um die Gesundheit: Bewohner der HafenCity fordern wirksame Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durch Schiffe. Trotz neuer Landstromanlagen bleibt das Problem beste-hen.
Das Leben direkt an der Elbe hat für viele Bewohner der HafenCity einen besonderen Reiz.
Doch die Nähe zum Hamburger Hafen bringt auch Belastungen mit sich. Immer wieder klagen Anwohner über Schiffsabgase und schlechte Luft. Einige berichten von Reizhusten und befürchten gesundheitliche Folgen durch die Schadstoffe, die von Kreuz-fahrt- und Containerschiffen ausgestossen werden.
Besonders im Umfeld des Kreuzfahrtterminals am Chicagokai treffen Wohn-gebiete, Schiffsverkehr und Straßenverkehr unmittelbar aufeinander. Wenn Schiffe während ihrer Liegezeit ihre bordeigenen Motoren zur Stromerzeugung nutzen, gelangen weitere Abgase in die Umgebung.
Seit 2026 steht am Cruise Center HafenCity eine Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe zur Verfügung.
Damit können geeignete Schiffe während ihrer Liegezeit Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen und ihre Hilfsdieselmotoren abschalten. Das reduziert die örtlichen Emissionen von Stickoxiden und Feinstaub erheblich.
Doch nicht jedes Schiff kann Landstrom nutzen.
Nach Angaben der Hafen-City Hamburg GmbH waren bis Mitte Juli 2026 bereits 17 Schiffe während ihrer Liegezeit am Terminal mit Landstrom versorgt worden.
Für die Saison 2026 waren insgesamt 89 Kreuzfahrtanläufe geplant, von denen nach damaligem Planungsstand 54 als landstromfähig galten.
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