Er gilt als einer der wichtigsten historischen Orte des liberalen Judentums und war der erste eigens dafür errichtete Tempelbau des liberalen Judentums in Deutschland.
Bedeutung für Hamburg
Der Tempel ist nicht nur ein Baudenkmal. Er erinnert an die lange Geschichte jüdischen Lebens in Hamburg, an religiöse Reformbewegungen und an die Zerstörung jüdischer Kultur während der NS-Zeit.
Die Geschichte des Tempels
- 1817: Gründung des Neuen Israelitischen Tempelvereins in Hamburg.
- 1842-1844: Bau des Tempels nach Plänen des Architekten Johann Hinrich
Klees-Wülbern. - 5. September 1844:
Feierliche Einweihung. - 1931: Letzter Gottesdienst.
Die Gemeinde zog in den neuen Tempel an der Oberstraße.
- 1937: Das Gebäude wurde unter Wert verkauft.
- 1943/1944: Im Zweiten
Weltkrieg wurde der Tempel durch Bombentreffer weitgehend zerstört.
Was machte diesen Tempel so besonders?
Der Tempel war für seine Zeit ausgesprochen fortschrittlich:
- Männer und Frauen hatten einen gemeinsamen
Eingang. - Frauen konnten den Gottesdienst ohne
Sichtschutz von einer Galerie verfolgen. - Es gab deutschsprachige
Predigten.
- Eine Orgel und ein gemischter Chor begleiteten die Gottesdienste.
- Die Architektur verband klassizistische, neugotische und maurische Elemente.
Damit wurde Hamburg zu einem wichtigen Ausgangspunkt des liberalen Judentums.
Erhalten geblieben sind insbesondere:
- Teile der ehemaligen
Eingangshalle. - Die östliche Apsis mit dem früheren Toraschreinbereich.
Die Ruine steht unter Denkmalschutz. Die Stadt
Hamburg kaufte das Grundstück 2020, um das historische Bauwerk langfristig zu sichern und als Erinnerungsort zugänglich zu machen.
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