Das Störtebeker-Haus mit viel Liebe zum Detail. Direkt unter dem Zifferblatt der Uhr an der Süderstraße ist beispielsweise ein Störtebeker-Glockenspiel installiert. Täglich kurz vor 12 Uhr tauchen zwei Schiffe auf, gefolgt von sechs Vitalienbrüdern, angeführt von Störtebeker und Gödeke Michel, und verschwinden wieder. In der zweiten Runde tritt der Henker auf und köpft mit jedem zweiten Glockenschlag einen der sechs Vitalienbrüder. Dächer und Kuppeln des Hauses sind von geschickten Handwerker-Händen in Kupfer eingekleidet. Oberhalb des Haupteinganges, zum Kreisel weisend, auf der Ebene der Terrasse des 6. Obergeschosses kniet auf einem halbrunden, schweren Sandsteinvorsprung eine bronzene Atlasfigur, die große Last der Weltkugel auf den Schultern tragend.
Darüber hinaus ist der Name „Klaus Störtebeker“ mit der Geschichte der Stadt Hamburg bis heute eng verbunden. Obwohl als Seeräuber tituliert, hat man ihm zu seiner rühmlichen Erinnerung im Hamburger Hafen am Grasbrook ein Denkmal gesetzt. Durch seinen legendären Ruf wurde Störtebeker zum Volkshelden – vom Seeräuber zum Freibeuter – mit tragischem Ende. Ähnlich wie Robin Hood hat er die Beute seiner Kaperfahrten im Mittelalter den Armen und Hungernden zugute kommen lassen, bis man ihn und seine Vitalienbrüder im Jahr 1401 aufgebracht, gefangen genommen und geköpft hat.
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