Der Moldauhafen in Hamburg, ein historisch tschechisches Pachtgebiet, wird in den kommenden Jahren grundlegend umgestaltet und Teil des neuen Stadtteils Grasbrook.
Hier sind die wichtigsten Entwicklungen:
• Integration in den neuen Stadtteil Grasbrook: Der Moldauhafen ist Teil des großen Stadtentwicklungsprojekts Grasbrook. Auf dem rund 50 Hektar großen Areal, das früher gewerblich genutzt wurde, entstehen in den nächsten Jahren ca. 3.000 Wohnungen für etwa 6.000 Menschen sowie zahlreiche Arbeitsplätze.
• Weiterhin tschechisches Pachtgebiet: Eine Besonderheit ist, dass die Flächen des sogenannten „Tschechen-Hafens“ auch über das Jahr 2028 hinaus im Besitz der Tschechischen Republik bleiben und als Teil des Hafengebiets bestehen bleiben, obwohl sie von der neuen Stadtteilentwicklung umgeben sind. Der Pachtvertrag, der nach dem Ersten Weltkrieg geschlossen wurde, läuft über 99 Jahre.
• Neue U-Bahn-Anbindung: Die U-Bahn-Linie U4 wird bis zum Moldauhafen verlängert. Die neue Haltestelle, die voraussichtlich 2031 eröffnet wird, trägt den Namen „Moldauhafen“.
• Wandel vom Industriehafen: Während das Becken selbst aufgrund des veränderten Hafenbetriebs kaum noch für den Güterumschlag genutzt wird, wandelt sich die Umgebung zu einem modernen urbanen Quartier
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Moldauhafen als „Tschechien am Meer“ erhalten bleibt, aber von einer reinen Industriebrache zu einem urbanen Wohn- und Arbeitsgebiet innerhalb des neuen Stadtteils Grasbrook transformiert wird.
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