Der Stintfang in Hamburg war historisch Teil der befestigten Wallanlagen (Bastion Albertus) und diente zur Verteidigung des Hafens. Nach Schleifung der Befestigungen (ab 1815) befanden sich dort eine private Sternwarte (1802–1811), das Ausflugslokal Elbpavillon, die Deutsche Seewarte (bis 1945) und heute ein Weinberg.
Die historische Nutzung im Überblick:
• Festungsbau: Im 17. Jahrhundert Teil der barocken Wallanlagen mit der Bastion „Albertus“, die den Hafen schützte.
• Namensherkunft: Der Name leitet sich vom Fisch Stint ab, der im angrenzenden Wallgraben gefangen wurde.
• Wissenschaft & Kultur: Von 1802 bis 1811 befand sich dort eine private Sternwarte.
• Deutsche Seewarte: Lange Zeit war die maritime Zentrale (Deutsche Seewarte) auf dem Stintfang ansässig, bis ihr Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
• Weinberg & Jugendherberge: Seit 1995 befindet sich ein kleiner Weinberg (Geschenk aus Stuttgart) am Hang, und die Jugendherberge Stintfang bietet dort seit Jahrzehnten Zimmer mit Elbblick.
Heute ist der Stintfang vor allem als Aussichtspunkt oberhalb der Landungsbrücken bekannt.
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