Der Hopperbagger Kaishuu (oft auch „Kaisu“ geschrieben) wird von der Hamburg Port Authority (HPA) intensiv eingesetzt, um der extremen Verschlickung im Hamburger Hafen und auf der Elbe entgegenzuwirken. Er saugt Sedimente vom Grund ab, die durch die Elbvertiefung und die Tidenströmung in den Hafen gelangen, und verbringt diese, um die Fahrrinne für große Containerschiffe tief zu halten.
Wichtige Fakten zum Kaishuu-Einsatz:
• Funktion: Der Kaishuu saugt den Schlick über eine Düse vom Grund an und pumpt ihn in seinen Laderaum.
• Einsatzgebiet: Vornehmlich im Hamburger Hafen und in der tideabhängigen Elbe.
• Verklappung: Der Bagger transportiert den Schlick zur festgelegten Verklappungsstelle, oft die Tonne E3 in der Nordsee, um ein Zurückspülen des Materials in den Hafen zu verhindern.
• Umfang: Der Kaishuu ist Teil der Baggerflotte, die jährlich Millionen Tonnen Sediment bewegt.
Hintergrund der Verschlickung:
• Elbvertiefung: Seit der letzten Vertiefung fließt das Wasser schneller und reißt mehr Sediment mit sich.
• „Kreislauf“: Der gebaggerte Schlick wird teilweise zehn Kilometer unterhalb des Hafens wieder in die Elbe gekippt, was dazu führt, dass der Schlick wieder zurückgespült wird.
• Kosten & Umwelt: Die Baggerkosten sind immens, und es gibt Kritik, da der Schlick mit Schwermetallen belastet ist.
Der Einsatz von Spezialschiffen wie dem Kaishuuist essenziell, um die Schiffbarkeit des Hamburger Hafens trotz des wachsenden Sedimentproblems aufrechtzuerhalten.
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