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  • Klaus Störtebeker

Ein Denkmal in der Hafencity erinnert an Klaus Störtebeker.

HafenNewsHamburg Veröffentlicht:23.05.2026 | Aktualisiert:23.05.2026 3 Minuten gelesen
24 Aufrufe
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Klaus Störtebeker (ca. 1360–1401) war ein legendärer deutscher Seeräuber und Anführer der Vitalienbrüder, der im späten 14. Jahrhundert in der Nord- und Ostsee Handelsschiffe der Hanse überfiel. Er gilt als „Likedeeler“ (Gleichteiler), der Beute unter den Armen verteilte, und wurde am 20. Oktober 1401 in Hamburg hingerichtet. Sein Leben ist eine Mischung aus historischem Kern und sagenhafter Überhöhung. 

Dort, wo heute das Störtebeker-Denkmal in der Hamburger HafenCity (Osakaallee/Störtebeker-Ufer) steht, befand sich historisch der Grasbrook. Dies war im Mittelalter eine Halbinsel, die als Richtstätte diente, an der Klaus Störtebeker und seine Likedeeler am 20. Oktober 1401 öffentlich enthauptet wurden. 

Hier die Details zum Ort:

    •    Historischer Standort: Der Große Grasbrook war ein abgelegener Ort außerhalb der Stadtmauern, der speziell für Hinrichtungen genutzt wurde.

    •    Fundort: Bei Bauarbeiten in der Speicherstadt (in der Nähe) wurde 1878 sogar ein Schädel gefunden, der oft mit Störtebeker in Verbindung gebracht wird.

    •    Heutige Umgebung: Das Denkmal steht heute in der modernen HafenCity in der Nähe des Internationalen Maritimen Museums. Auf dem Sockel der Statue ist Störtebekers vermeintlicher Wahlspruch eingraviert: „Gottes Freund, der Welt Feind“. Dieser Satz fasst die komplexe Persönlichkeit Störtebekers und die Ambivalenz seiner Taten perfekt zusammen. 

    •    Denkmal: Die Bronzestatue von Hansjörg Wagner wurde 1982 aufgestellt und zeigt den Piraten gefesselt, kurz vor seinem Tod.

Todesursache und Hinrichtung

    •    Hinrichtung: Störtebeker wurde nach seiner Gefangennahme vor Helgoland am 20. Oktober 1401 auf dem Hamburger Grasbrook enthauptet.

    •    Die Legende: Berühmt ist die Sage, wonach er den Ratherren abhandelte, dass er nach seiner Enthauptung noch an jenen seiner Männer vorbeigehen dürfe, die er retten wollte. Ohne Kopf soll er an sieben (nach anderen Quellen elf) seiner Männer vorbeigelaufen sein, bevor der Henker ihm einen Strick in den Weg legte.

    •    Historischer Kern: Die Hinrichtung ist historisch belegt, der Legendenanteil (Kopf ab) ist jedoch sehr wahrscheinlich ein Mythos. 

Leben und Mythos

    •    Herkunft: Er stammte vermutlich aus der Gegend um Wismar.

    •    Name: „Störtebeker“ ist vermutlich ein Spitzname, der „Stürz den Becher“ bedeutet.

    •    Wirkung: Als „Gottes Freund und aller Welt Feind“ stieg er zur Symbolfigur gegen Obrigkeit und für soziale Gerechtigkeit auf.

    •    Schädel: Ein im Museum für Hamburgische Geschichte ausgestellter Schädel, dem lange Zeit zugeschrieben wurde, der von Störtebeker zu sein, wurde gestohlen und ist seit Jahren verschwunden. 

Störtebeker heute

    •    Denkmal: Ein Denkmal in der HafenCity erinnert an ihn.

    •    Festspiele: Die Störtebeker Festspiele in Ralswiek auf Rügen machen seine Geschichte jährlich erlebbar.

© HafenNews Hamburg

Katharinenkirche Störtebeker

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