Die Baakenhafenbrücke ist mit 168 m Gesamtlänge keine Rekordbrücke, durch ihren beweglichen Mittelteil, der bei Bedarf für die Durchfahrt größerer Schiffe mit dem Tidenhub herausgehoben werden kann, weist sie aber mindestens eine (versteckte) Besonderheit auf. Bleibt der eine oder andere Aspekt auch diskussionswürdig, so ist dem Team aus Tragwerksplanern und brückenerfahrenen Architekten doch eine wertvolle Bereicherung der Hamburger Brückenlandschaft gelungen.

Die Lage der Hamburger HafenCity an der Norderelbe im früheren Freihafen macht den besonderen Reiz des neuen Stadtteils aus – ist aber auch eine große Herausforderung für die Planung der Infrastruktur. Geprägt ist das Gebiet von vier alten Hafenbecken, an deren Kaikanten einst die Stückgutfrachter festmachten, um Waren aufzunehmen oder zu löschen. Die Abfolge von Wasser- und Landflächen macht den amphibischen und maritimen Charakter dieses Raums aus, führt aber auch zu langen Wegen insbesondere auf die Kaiflächen. Ganz besonders gilt dies für den 1887 gebauten 130 m breiten und 1,5 km langen Baakenhafen. Wollte man aus Richtung Innenstadt auf die südliche Landzunge dieses Hafens gelangen, musste man dafür bislang bis zu den Elbbrücken vordringen, um das Gewässer zu umfahren.

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