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U-Spaces sollen ab 2023 deutschen Luftraum für Drohnen öffnen.

Jun 10, 2022

Das Tochterunternehmen der Hamburger Hafen und Logistik AG, HHLA Sky, beteiligt sich aktiv im LUV-Projekt, das mit Hilfe sogenannter U-Spaces Lufträume für Drohnenanwendungen in Deutschland erschließt.

HHLA Sky Drohne vor der Fassade der Hamburger Elbphilharmonie.

Ab Januar 2023 können in Deutschland die ersten U-Spaces entstehen, die eine digitale Infrastruktur zur effizienten Organisation des Drohnenverkehrs bereitstellen – insbesondere in urbanen Regionen. Damit die Umsetzung in Deutschland schnellstmöglich erfolgt, bündelt ein Projektkonsortium aus Vertretern von Behörden, Forschung und Industrie sein Know-how im Gemeinschaftsprojekt LUV: „Lösungen und Handlungsempfehlungen für die nationale Umsetzung der U-Space-Verordnung“. LUV wird für 15 Monate mit ca. 870.000 Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

Das Projekt, an dem sich auch HHLA Sky aktiv beteiligt, soll die gemeinsame Nutzung solcher Lufträume organisieren. Zwar teilen sich Drohnen für ganz unterschiedliche Nutzung schon heute den Luftraum mit bemannten Fluggeräten. Die dafür nötigen Gesetze und Möglichkeiten für die Verkehrssteuerung sollen aber den dynamischen Veränderungen des Drohnenmarktes angepasst werden.

„Insbesondere in urbanen Regionen werden U-Spaces dringend benötigt, um einen sicheren und effizienteren Drohnenverkehr zu ermöglichen“; sagt Lothar Müller, einer der beiden HHLA Sky Geschäftsführer. „Gemeinsam wollen wir mit LUV nicht nur Vorschläge für den gesetzlichen Rahmen machen. Es soll ein sehr komplexes Luftverkehrssystem mit europaweiter Vorbildwirkung geschaffen werden, um die enormen Potenziale für die Anwendung von Drohnen möglichst bald ausschöpfen zu können.“

Die Projektpartner von LUV: Gefördert wird LUV vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV). Konsortialführer des Projekts ist die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU). Mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und der HafenCity Universität Hamburg (HCU) sind weitere Hochschulen an LUV beteiligt. Projektpartner auf Unternehmensseite sind neben HHLA Sky auch Droniq und die DFS Deutsche Flugsicherung. Ebenfalls als Partner dabei ist die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI).

Hintergrund zum U-Space: Die EU-Kommission hat im April 2021 mit der sogenannten U-Space-Verordnung die gesetzliche Grundlage für U-Space-Lufträume in allen EU-Staaten verabschiedet. Die Verordnung tritt ab dem 26.01.23 in Kraft. Bei deren Ausgestaltung lässt sie den Mitgliedstaaten jedoch Freiräume. Das Projekt LUV unterstützt das BMDV, diese Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung der Verordnung in nationales Recht bestmöglich zu nutzen. Ein weiteres Ziel des Projekts LUV besteht darin, Verfahren zu erarbeiten, mit dem sich auch lokale Behörden und Stellen bei der Ausweisung von U-Spaces beteiligen können. Entsprechende Beteiligungsformate werden in einer U-Space-Planungswerkstatt entwickelt.

Quelle:HHLA

Peter Sylent

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